Seit 2002 ist unser Hospiz ein Ort der Würde für Menschen, die sonst niemand aufnimmt: alte und schwer behinderte Menschen ebenso wie Erwachsene und Kinder mit Krebs im Endstadium. Was einst als «Sterbespital» ohne Strom und fliessendes Wasser begann, ist heute ein Ort der Geborgenheit, an dem 20 Betten und ein engagiertes Team dafür sorgen, dass niemand allein Abschied nehmen muss.
Centre Espoir d’Eux – das Hospiz
Das Hospiz wurde Anfang 2002 eröffnet. Zu Beginn gab es weder Strom noch fliessendes Wasser. Über Monate hinweg wurde bei Petroleumlampen gearbeitet, und das benötigte Wasser musste extern beschafft werden.
Ursprünglich wurde das Centre «Sterbespital» genannt. Hunderte armer Menschen kamen hierher, um ihre letzten Tage zu verbringen – vor allem junge Mütter, die mit Aids infiziert waren und ihre ebenfalls infizierten Kinder mitbrachten. Ihre Ehemänner waren entweder bereits verstorben oder hatten sie verlassen. Zurück blieben die Kinder. Den Müttern wurde versprochen, dass man sich um sie kümmern würde – so konnten sie in Ruhe Abschied nehmen und sterben.
Damals war Aids ein Todesurteil; heute ist die Krankheit dank moderner Therapien zu einer chronischen Erkrankung geworden. Wer sich frühzeitig testen lässt, kann mit den entsprechenden Medikamenten weiterleben und eine Perspektive haben.
Heute ist unser Hospiz ein Ort der Zuflucht. Wir nehmen alte und schwer behinderte Menschen auf, die niemand pflegen kann oder will. Das oft entwürdigende Leben, das viele dieser verarmten Menschen führen müssen, ist für uns nicht hinnehmbar. Bei uns finden sie Betreuung, Geborgenheit und manchmal noch einige schöne Jahre – bis sie in Würde und Liebe Abschied nehmen können.
Wir begleiten zudem Erwachsene und Kinder mit Krebs im Endstadium. Meist kommen sie erst sehr spät, wenn der Körper bereits von Metastasen gezeichnet ist. In einem öffentlichen Spital könnten sie zwar sterben, doch oft fehlt ihnen das Geld dafür. Wir versuchen, ihnen für ihre letzte Zeit eine würdevolle Umgebung und liebevolle Fürsorge zu schenken.
Das Hospiz verfügt über 20 Betten. Zum Team gehören vor allem Pflegefachpersonen, Köchinnen, Kinderbetreuerinnen und Wächter. Einer unserer drei Ärzte macht täglich Visite.
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% einheimisches Personal
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% ehemlige Patienten als Angestellte